Geschichte Zum Guten Hirten

Geschichte der Kirche "Zum Guten Hirten"

Geschichte und Bau 

Ab 1948 fanden evangelische Gottesdienste zunächst in der katholischen Frauenkapelle neben St. Verena statt. Doch der Zulauf wuchs, und so entstand in den 1950er Jahren der Plan für ein eigenes Kirchengebäude. Der Grundstein wurde am Reformationsfest 1960 gelegt. Die Kirche wurde nach Entwürfen des Regierungsbaumeisters Gustav Gsaenger aus München errichtet und am 9. Juli 1961 eingeweiht. Besonders markant ist die hohe Glasfront, die die Kirche von Osten her mit einem pastellfarbenen Licht erfüllt. 1965 erhielt der Glockenturm zwei Glocken, die bewusst auf das Geläut der benachbarten katholischen Kirche abgestimmt sind - ein schönes Symbol ökumenischer Harmonie. 1967 wurde die Orgel der Firma Ott aus Göttingen eingeweiht. 

Architektur und Innenraum 

Der Bau im Stil der 1960er-Jahre besticht durch klare Linien, helle Holz- und Natursteinakzente und schafft eine freundliche Atmosphäre für bis zu 220 Menschen. 2016/17 wurde die Kirche renoviert: Neuer heller Kalksteinboden, geölte Holzbänke, frische Farben sowie Heizung und Holzdecke erneuert. 
Der alte Kirchenaltar wich einem zentral positionierten Altar als Muschelkalk mit asymmetrischen Füßen - perfekt für das gemeinsame Abendmahl. 
Ein seitliches Fenster hinter dem Altar fängt Licht ein. Davor leuchtet eine Alabasterstele, die den Blick nach oben lenkt. Eine lichte Himmelsleiter, die von dem Künstler Christian Hörl gestaltet wurde. Daneben steht ein freistehendes Messingkreuz, das je nach Lichteinfall einen zarten Schatten auf die Altarwand wirft. 
Im hinteren Kirchenraum befinden sich zwei Eichenreliefs von Elisabeth Kronseder (1965) mit Szenen der Bergpredigt, Pfingsten und der Speisung der Fünftausend. Taufstein, Osterkerze und Teelichtständer schaffen nahe der Empore ruhige Orte für Stille und Gebet.

Regelmäßig wechselnde Kunst- und Fotoausstellungen verändern den Kirchenraum und regen zum Perspektivwechsel an.